Friedensdorf Oberhausen: wo den Jüngsten, Schwächsten und Unschuldigen aus Krisengebieten geholfen wird - Besuch der 10c

Am Montag, den 27.09.2021, besuchte die Klasse 10c in Begleitung von Frau Klaja und Frau Baaske das Friedensdorf in Oberhausen.

Das Friedensdorf wurde 1967 gegründet und hilft verletzten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten, die keine Möglichkeit haben, sich im eigenen Land medizinisch behandeln zu lassen: Alle sechs Monate macht sich eine kleine Gruppe aus Mitarbeitern des Friendsdorfes auf den Weg in ferne Länder, um die Kinder nach Deutschland zu holen und auf Krankenhäuser zu verteilen, die Operationen und Untersuchungen kostenlos durchführen. Dabei arbeiten Friedensdörfer eng mit Projekten in den Heimatländern der Kinder zusammen. Haupteinsatzgebiete sind aktuell Angola und Afghanistan.

Finanziert wird die Arbeit des Friedensdorfes zum größten Teil aus Spenden. Daher: Inspiriert durch die Erlebnisse im Friedensdorf kamen wir auf die Idee, Verbandskoffer, Geh-Hilfen (“Krücken“) u.ä. an unserer Schule zu sammeln, um sie dann dem Friedensdorf zu spenden:  Flyer-Friedensdorf (PDF)

So verlief unser Besuch: Auf dem Gelände angekommen, wurden wir direkt herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Einführung folgte ein Rundgang übers Gelände. Besonders schön zu sehnen, war die Freude der Kinder, als sie uns aus der Ferne entdecken. Direkt wurde uns freudestrahlend zugewunken. Unser Projekt-Leiter erzählte uns, dass die Kinder sich immer sehr über Besuch freuen. Normalerweise hat man auch die Möglichkeit, auf den Sportplatz Zeit mit den Kleinen zu verbringen, was uns leider aufgrund der Corona-Lage nicht möglich war. Stolz zeigte er uns das Gelände, die verschiedenen Gebäude, die im Laufe der Jahre aufgebaut wurden.

In einem Film, den wir anschließen geguckt haben, konnte man die Reise eines Kindes und seine Entwicklungen im Friedensdorf verfolgen. Anfangs noch komplett erschöpft und ängstlich, alleine in einem neuen Land mit fremder Sprache, gewöhnen sich die Kleinen doch schnell im ihnen fremden Deutschland ein und man sieht nur noch das Glück und die Dankbarkeit in den Kinderaugen. Und auch die Eltern sind unendlich dankbar, wenn sie nach ca. sechs Monaten ihre nun gesunden Kinder wieder zu Hause empfangen können.

Unser Leiter erzählte uns noch, wie erstaunt und dankbar die Kinder auch über für uns Selbstverständiges sind wie Z.B. fließendes Wasser sind. Dadurch wurde uns allen noch einmal bewusst, wie gut wir es eigentlich haben. Zum Schluss besprachen wir noch einmal die 17 Ziele der Agenda 2030.

Unsere Idee, inspiriert durch die Erlebnisse im Friedensdorf, z.B. Verbandskoffer an unserer Schule zu sammeln, um sie dem Friedensdorf zu spenden, wurde dann bereits so schnell wie möglich durch einen entsprechenden Spendenaufruf in die Tat umgesetzt!

Geschrieben von Jana Müller, 10c und A. Klaja, November 2021