Wir, die 8e, sind erst seit dem letzten Schuljahr eine Klasse und hatten ein paar Schwierigkeiten, als Klassengemeinschaft zusammenzuwachsen. Unsere Klassenlehrerin Frau Feldhus hatte daher eine tolle Idee: Wir fahren drei Tage auf Klassenfahrt und zwar mit Kanu-Fahren, Kochen und Camping. Auf dieser Klassenfahrt (mit den Teamern von Insider Traveller GmbH aus Essen) haben wir gelernt, dass ein Paar Socken für drei Tage nicht ausreicht, dass man nachts im Zelt Anfang Oktober mehrere Schichten Kleidung plus Schlafsack braucht, um halbwegs warm zu bleiben, dass Schuhe und Schwimmwesten, wenn sie über Nacht vor dem Zelt liegen, nass werden und dass man sich vertrauen kann, wenn man als Team zusammenwächst.

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Allerdings waren wir anfangs von Frau Feldhus' Idee nur mäßig begeistert: drei Tage Campen, Kanu fahren auf der Ruhr und mit unserem Teamer für die Klasse kochen und das auch noch im Oktober? Doch es wurde noch schlimmer. Nichts von dem schönen Wetter der Woche vorher: Vom 4.-6. Oktober hat es durchgängig geregnet! Nicht getröpfelt, nein, wirklich geschüttet und gestürmt!
Das Kanu-Fahren am ersten Tag war ganz schön anstrengend, ziemlich unkoordiniert und gegen den Strom. Als wir nachts endlich schliefen, haben wir gar nicht mitbekommen, dass unsere Verpflegungszelte durch den Orkan Xavier im Baum hingen und unsere Frühstücksausrüstung unter Wasser stand. Daher:
Auf dieser Klassenfahrt haben wir gelernt, dass ein Paar Socken für drei Tage nicht ausreicht, dass man nachts im Zelt Anfang Oktober mehrere Schichten Kleidung plus Schlafsack braucht, um halbwegs warm zu bleiben, dass Schuhe und Schwimmwesten, wenn sie über Nacht vor dem Zelt liegen, nass werden und dass man sich vertrauen kann, wenn man als Team zusammenwächst.
Lustig war auch der zweite Tag. Wegen des Sturms durften wir morgens nicht auf das Wasser und wärmten uns stattdessen in der Innenstadt von Bochum auf. Zu den besten Einkäufen zählten neue Socken und Taschenlampen. Nachmittags hatten wir tatsächlich kurz Sonne und wir freuten uns auf das Kanu-Fahren. Gerade 15 Minuten auf dem Wasser, weit und breit nur Sonne und - na gut, eine Wolke. Diese hat es dann geschafft, uns in nur 3 Minuten so nass werden zu lassen, als seien wir direkt in die Ruhr gesprungen. Wir nahmen es mit Humor und nutzten die Gelegenheit für das Klassenfoto. Ohne Regen wäre es jetzt auch irgendwie ungewohnt-komisch und "zu schön" gewesen.
Jetzt waren wir schon so an das Wetter gewöhnt, dass wir sogar im Regen am Lagerfeuer die von Frau Oeckinghaus zusammengestellte Liedersammlung gesungen haben.
Am letzten Tag fuhren wir eine lange Strecke, mittlerweile als eingespieltes Team und Meister der Kanupäckchen auf dem Wasser. Natürlich regnete es wieder, aber jetzt waren wir ja daran gewöhnt. Durchnässt und durchgefroren freuten wir uns nun wirklich auf eine warme Dusche zu Hause.
Die Klassenfahrt war entgegen den Befürchtungen eine tolle Idee! Nur das Wetter war alles andere als annähernd optimal. Es hat aber zumindest dafür gesorgt, dass wir diese Fahrt wohl nie vergessen werden!!

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