Berufsfelderkundung des 8. Jahrgangs

Am 5. Mai hieß es für den gesamten 8. Jahrgang „schulfrei“ – aber dafür Erfahrungen an einem anderen Ort sammeln. Etliche Betriebe und Einrichtungen öffneten ihre Pforten für einen Tag, um den Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs ihre Arbeitswelt vorzustellen und die Achtklässler – wenn möglich – auch praktisch arbeiten zu lassen. Mit von der Partie waren u.a. die Druckerei Thierbach, der Verlag an der Ruhr, die TAS Unternehmensgruppe, die Lebenshilfe, das Finanzamt oder das Evangelische Krankenhaus.

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Wie erstellt man eigentlich Werbedrucksachen oder Plakate? Ist der Druckauftrag technisch machbar? In der Druckerei Thierbach nahm sich der Geschäftsführer Frank Peylo Zeit,  den Schüler den Beruf des Druckers, des Buchbinders und des Mediengestalters sehr anschaulich vorzustellen. Ausbildungspate Jürgen Halfer, selbst ehemaliger Inhaber einer Druckerei, ergänzte praxisnah, sehr ausführlich und leidenschaftlich weitere Details zu den Berufen.

Beim Verlag an der Ruhr erlebten die Schüler bei einer Betriebsbesichtigung anhand der Autobiografie des Rappers Samy Deluxe den Weg vom Manuskript zum gedruckten Buch. Dabei wurden alle notwendigen Stationen vom Sekretariat über Redaktion und Layout bis zur Herstellung und Vertrieb mit entsprechenden Berufsbereichen in der Praxis vorgestellt. Im Mittelpunkt stand der Beruf des Medienkaufmanns/ -frau digital und print. 

Je nach Interesse der Schülerinnen und Schüler durfte sich jeder ein Berufsfeld aussuchen, um dann in einem Betrieb oder einer Einrichtung. So gab es auch in den Gesundheits- und sozialen Berufen Praktikanten, die z. B. im Evangelischen Krankenhaus erfuhren und ausprobieren konnten, warum Hygiene so besonders wichtig ist oder welche Anforderungen der Beruf des Krankenpflegers stellt. 

Einige Schüler lernten den Verein Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung kennen. „Es ist normal, verschieden zu sein.“ ist das Motto dieser Einrichtung. Unsere Schüler begleiteten die Gruppen in ihrer Freizeit zum Minigolfspielen, unterstützten die Helfer an ihrem Stand bei „Voll die Ruhr“ oder gingen mit einer Gruppe Jugendlicher auf Shoppingtour. Frau Liedtke vom Verein Lebenshilfe betreute uns engagiert und organisierte die Einteilung.

Bei der TAS Unternehmensgruppe für Dialogmarketing konnten die Schüler bei einem Betriebsrundgang Informationen und Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe erhalten. Neben der Servicekraft/ Kaufmann/-frau für Dialogmarketing, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Systemintegration sowie Kaufmann/-frau für Bürokommunikation erhielten die Schüler die Chance im Callcenterbereich „live“ in Kundengespräche hineinzuhören und dabei einzelne Projekte und Arbeitsweisen im Dialogmarketing kennenzulernen. Auch bekamen die Schüler die Möglichkeit E-Learning-Moodle auszuprobieren.

Wozu müssen wir eigentlich Steuern zahlen? Eine Frage, die Herr Oeß und sein Team im Finanzamt einer Schülergruppe näher brachte. Neben praktischen Übungen, wie sie auch in der Ausbildung vorkommen, war das Gespräch mit Auszubildenden besonders aufschlussreich. 

Allen Betrieben und Einrichtungen, die unserer Schule einen Besuch in ihrem Betrieb ermöglichten, sowie den Beteiligten, die unsere Schülerinnen und Schüler an diesem Tag engagiert betreuten, sage ich ein herzliches Dankeschön!

Ein besonderer Dank gilt Katharina Wehner vom CBE, ohne deren Unterstützung die Berufsfelderkundung nicht so reibungslos abgelaufen wäre, da sie uns in einigen Betrieben als „Türöffner“ diente. Ich wünsche mir und unserer Schule, dass die Zusammenarbeit mit dem CBE (Centrum für Bürgerschaftliches Engagement) weiterhin so gut gedeiht!