10c - Entdeckungsreise ins Stadtarchiv zu den Stolpersteinen Mülheims

Im Politik-Unterricht beschäftigte sich die 10c noch in den letzten Wochen ihrer Zeit an unserer Schule intensiv mit dem Thema Opfer der Nationalsozialisten und im Speziellen mit den Stolpersteinen in Mülheim.

Bereits 2004 initiierte eine Gruppe Schüler*innen die Verlegung von 7 Stolpersteinen für Schülerinnen und Schüler unserer Schule in Mülheim. Seitdem wurden 166 Steine verlegt, die an die Schicksale verfolgter Bürger erinnern. Die Recherche zu den Schicksalen dieser Menschen und viele offene Fragen veranlassten Frau Klaja und Frau Baaske einen Besuch im Stadtarchiv zu vereinbaren.

Frau Fercho, die uns am 03. März willkommen hieß, war maßgeblich an den Vorarbeiten zur Verlegung Mülheimer Steine beteiligt. Außerdem arbeitete sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Jana Kleine die Datenbank für die WDR App Stolpersteine in NRW – Gegen das Vergessen auf.

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Im Unterricht beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der 10c mit den in der App aufgeführten Lebensläufen und stellten diese vor. Auch Arthur Brocke, der Architekt unserer Schule, ist in der App zu finden. Sein Stein liegt vor dem Haus Bismarckstr. 31.

Alte, vergilbte Akten, historische Dokumente und Berichte, Geburtsregister, alte Telefonbücher, Plakate und Kundgebungen und vieles mehr zur Stadtgeschichte findet man im Stadtarchiv. In Metallschränken, beweglichen Regalwänden und vielen Pappkartons lagern tausende von Dokumenten. Bei ihrem Besuch lernten die Schüler*innen daher die Geschichte weiterer Mülheimer Bürger kennen. Sie suchten Dokumente heraus und durchforsteten diese nach Informationen.

Katharina Sandmann und Familie Frosch gehören zu den Menschen, die während des Nationalsozialismus verfolgt, verschleppt und ermordet wurden. Ihnen zu Ehren wurden in Mülheim
Stolpersteine gelegt.

Gegen Ende unseres Besuches im Stadtarchiv stellte uns Frau Fercho ein Projekt des Arolsen Archives vor. Hier werden Dokumente aus der NS-Zeit archiviert. Interessant ist die Tatsache, dass alle Personen dabei mithelfen können. In #Everynamecounts kann jedermann aus den gescannten Dokumenten Informationen in eine Datenbank einfügen.

Die beiden Projekte sollen zum einen die grausamen Taten des NS-Regimes aufzeigen und andererseits die Erinnerung aufrechterhalten.

Um es sinngemäß in Frau Ferchos Worten zu sagen: Wir stolpern mit den Augen über die Stolpersteine, lesen sie und verbeugen uns somit respektvoll vor den Opfern.